Seit den 1970er Jahren prägt ein Geräusch die Stadt Goma (Demokratische Republik Kongo):
Es stammt von einem riesigen, steinzeitlich anmutenden Lastengefährt gleichen Namens, mit welchem Rohstoffe, Lebensmittel und alle möglichen anderen Waren von den umliegenden Hügeln hinunter in die Stadt transportiert werden, geschickt die topografischen Verhältnisse nutzend.
Bergab rollend läßt sich ein schwer beladenes Chukudu – bis zu 700 Kilogramm plus Fahrer und Beifahrer! – abgasfrei und mühelos ins Stadtzentrum manövrieren. Auf ebenen Stücken oder bergauf kniet der Fahrer auf einer am kräftigen Längsträger angebrachten alten Flip-Flop-Sohle und stößt sich mit dem anderen Bein voran.
Überhaupt sind sämtliche Bauteile des Mega-Rollers recycelt oder wiederverwertbar. So wird die Gabel des Vorderrades durch ausgediente Stoßdämpfer gefedert und die Fußbremse am Hinterrad wird aus einem alten Autoreifen geschnitten.
Für die Frauen von Goma ist das Chukudu ein Segen sondergleichen. Früher mussten traditionellerweise sie die schweren Lasten tragen, und fielen dabei häufig den vergewaltigenden und raubenden Rebellen aus den bergigen Wäldern zum Opfer. Heute erwirtschaften die Männer mit dem Chukudu-Transport ein recht ordentliches Einkommen, da die teuren Lkw-Kosten wegfallen.
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Bisherige Kommentare: 2
02.02.2011
Flashmaster Bike Mike
Kommentar: Auch hier ein sehr schönes Beispiel eines selbstgebastelten Fahrrads:
http://drlima.net/2011/02/das-traumfahrrad-der-manner-nfsw/
02.02.2011
Willy
Yes man, gibt schon lustige Sachen:D
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